Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS)
werden in der Automatisierungstechnik häufig eingesetzt.
Sie überwachen eine Anzahl Eingänge und abhängig von deren
Wert sowie einem eingebauten Programm steuern sie Ausgänge.
Als Eingänge kommen Drucksensoren, Temperaturfühler, Endschalter,
Drehzahlgeber etc. in Frage.
Ausgänge steuern Motoren und Stellglieder. Die Steuerung verfügt
über Und/Oder-Funktionen, Zähler, Merker und Timer. Damit kann sie
auch zeitabhängig agieren.
Der Einsatz speicherprogrammierbaren Steuerung (Begriff im industriellen Sinn
verwendet) bedeutet nicht zwingend, dass regelungstechnisch gesehen nur gesteuert
wird, sie können durchaus Regelungsfunktionen übernehmen, d.h. Teil
von Rückkopplungskreisen sein.
Speicherprogrammierbare Steuerungen werden meist mit speziellen Programmiersprachen,
die oft grafisch sind, programmiert. Früher waren Syntax und Umfang der
Programmiersprache meist herstellerspezifisch. Heute hat sich ein genormter
Standard nach IEC/EN etabliert.
Laut IEC 61131 (International Electrotechnical Commission) werden vier Sprachen
spezifiziert:
• IL (Instruction List), im deutschen Sprachgebrauch AWL (Anweisungsliste)
• ST (Structured Text), (strukturierter Text,
angelehnt an Hochsprachen)
• LD (Ladder Diagram), (Ablaufdiagramm)
• FBD (Function Block Diagram), FUP (Funktionsplan).
Die ersten beiden Sprachen sind textbasiert, die zweiten beiden Sprachen grafisch.
Viele Programmierumgebungen bieten jedoch die Möglichkeit, weitere Sprachen,
wie z.B. "C" zu verwenden.
Die SPS arbeitet zyklisch: Sie liest die Werte aller Eingänge, führt
dann für diese alle interne Programme durch und gibt die Resultate an
die Ausgänge weiter. Dann startet der Zyklus von neuem.
SPS-Modelle
• Mitsubishi MELSEC F1 und F2
• Siemens Simatic S5 und S7
• Matsushita FP-Serie FP0/FP-Sigma/FP-M/FP1/FP2/FP10SH